Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern

Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern

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    Kennst du sie? Diese Überforderung, in der wir uns als Eltern manchmal befinden. Wir haben einen stressigen Tag hinter uns und blaffen unser Kind ruppig an, weil das Zimmer ein einziges Chaos ist, weil das Kind sich die Zähne nicht putzen möchte oder weil es wutstampfend und mit den Worten „Mama, ich hasse dich!“ aus dem Zimmer braust.

    Wenn du diese Situationen nächstes Mal nicht im Konflikt ausarten lassen möchtest, wenn du deinem Kind auf Augenhöhe und mit Respekt und Empathie begegnen möchtest, auch wenn du nicht in deiner Kraft bist, dann lies weiter.

    Du wirst in diesem Artikel viele Beispiele finden, ich teile mit dir aber auch meine Kritik an der Gewaltfreien Kommunikation mit Kindern und Alternativ-Wege.

    Sagt dir das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation noch nicht so viel? Lies gerne vorher in unserem Blogartikel über Gewaltfreie Kommunikation im Allgemeinen nach!

    Hier kannst du dir unsere Podcast-Episode “Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern” anhören!

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    1. Drei Leitlinien für Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern

    Gewaltfreie Kommunikation ist kein starrer Prozess, sondern eine Lebenseinstellung oder Haltung.
    Diese Haltung bedeutet, dass du dein Kind als gleichwertig betrachtest, dass du respektvoll und feinfühlig mit ihm umgehst. Es bedeutet, dass seine, genau wie deine Gefühle und Bedürfnisse grundlegend sind.
    Drei Leitlinien möchte ich hier noch besonders hervorheben:

    1.1 Beobachten ohne zu bewerten

    Wenn wir in einer Beobachtung kommunizieren, dann öffnen wir die Kommunikation mit unserem Kind. Im Vergleich dazu drängen wir unser Kind in eine Schuld-Rolle, wenn wir bewerten.

    Der indische Philosoph J. Krishnamurti stellte einmal fest, dass es die höchste Form menschlicher Intelligenz ist, zu beobachten ohne zu bewerten.

    Dem kann ich – Olivia – voll und ganz zustimmen!
    Ich erinnere mich noch an mein Studium der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Wir saßen zu 20igst in einem Vorlesungsraum und sahen uns Videosequenzen von Eltern-Kind-Situationen an. Nach ca. 40 Minuten fragte uns der Professor, was wir beobachtet hatten.

    Rate, was die Medizinstudent:innen taten?
    Sie diagnostizierten. „Vermutlich liegt hier eine Bindungsstörung vor, da das Kind sich oft von der Mutter abwendet.

    Es dauerte Monate und Jahre, bis wir alle in der Lage waren, ausschließlich zu beobachten. Erst kam es mir profan vor, Seiten für Seiten zu füllen mit Beobachtungen. Aber seither wird mir in den unterschiedlichsten Situationen klar, wie wichtig dieser Lernprozess für mich war.

    Was ist eine Bewertung?
    „Finn, immer vergisst du dein Hausaufgabenheft.“
    „Nora hat wieder grundlos geweint…“
    „Nie räumst du auf, nachdem du gespielt hast!“

    Das sind alles Bewertungen, die etwas mit deinem Kind machen. Sie stecken dein Kind in eine Schublade. Verallgemeinern, stigmatisieren.

    Hier hab ich dir noch die passenden Beobachtungen notiert:
    „Finn, findest du dein Hausaufgabenheft nicht?“
    „Nora hat geweint.“
    „Da liegen noch Spielsachen herum.“

    Bemerkst du einen Unterschied?
    Wenn wir in einer Beobachtung kommunizieren, dann öffnen wir die Kommunikation mit unserem Kind. Im Vergleich dazu drängen wir unser Kind in eine Schuld-Rolle, wenn wir bewerten.

    Überlege dir jetzt mal, wie du normalerweise mit deinem Kind sprichst!

    1.2. Aktives Zuhören

    Die meisten Leute hören nicht zu, um zu verstehen, sondern um zu antworten.

    Stephen Covey

    Ganz ehrlich: Erkennst du dich da auch wieder?

    Wie oft sind wir schon in Gedanken, was wir dem Gegenüber antworten, während er oder sie noch spricht?
    Wie oft warten wir sehnsüchtig darauf, unserem Kind zu sagen, was wir denken. Wir sind ja auch die Älteren, die Erfahreneren.

    Oder etwa nicht?

    Richtiges Zuhören erfordert Zeit, Offenheit, Unvoreingenommenheit und Neugier.
    Nimm dir für dein nächstes Gespräch mit deinem Kind Zeit!

    Höre ihm einfach nur zu und frage nur nach. Sei gespannt, was passiert!

    1.3 Spot on you!

    Gewaltfreie Kommunikation ist ein Reflexionsprozess, in dem du erkennen wirst, warum du genervt oder ärgerlich bist.

    Bei der Gewaltfreier Kommunikation richten wir den Scheinwerfer weg von unserem Kind zurück auf uns. Im Prinzip geht es bei Gewaltfreie Kommunikation immer um dich und dein Gegenüber, denn die Veränderung beginnt bei dir.

    Und die gute Nachricht: Dieser Erkennungsprozess wird dir allein schon helfen, ohne, dass du mit deinem Kind sprichst, „gewaltfreier“ mit deinem Kind umzugehen.

    2. Die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation mit Kindern

    Du findest im Blogartikel „Gewaltfreie Kommunikation“ ausführliche Informationen zu den vier Schritten. Lies gerne nach, falls noch nicht geschehen.

    Hier nochmal eine kurze Wiederholung:
    Die Gewaltfreie Kommunikation besteht aus vier Schritten:

    1. Beobachtung des Geschehens
    2. Gefühl wahrnehmen und artikulieren
    3. Bedürfnis aufspüren und äußern
    4. Bitte formulieren

    Ein Beispiel:
    Stell dir vor, dein Kind kommt von der Schule heim und der erste Satz ist:
    „Was gibts zu Essen?“

    Du: „Kartoffelgratin“.

    Dein Kind daraufhin: „Bäh, das mag ich nicht!“

    Es wirft seinen Schulranzen auf den Boden und verschwindet in seinem Zimmer.

    Wie würdest du darauf reagieren?
    Deinem Kind hinterher brüllen: „Dann gibts halt nichts zu Essen, du undankbares Balg!“

    Wärest du wütend, enttäuscht?
    Wie würde sich die Situation weiterentwickeln?

    2.1 So funktioniert hier die Gewaltfreie Kommunikation konkret:

    1. Du überlegst dir, was passiert ist. Was hast du beobachtet?
      In unserem Beispiel: Dein Kind kam zur Tür rein, fragte, was es zu essen gibt und war mit der Essensauswahl nicht zufrieden. Daraufhin verschwand es im Zimmer.

    2. Was fühlst du dabei? Bist du wütend, frustriert, ärgerlich? In unserem Blogartikel „Gewaltfreie Kommunikation“ findest du eine Liste an verschiedenen Gefühlen. Pick dir da das passende heraus.

    3. Was ist dein Bedürfnis, das hinter deinem Gefühl steht? Warum bist du z.B. wütend? Was brauchst du eigentlich? Brauchst du Anerkennung dafür, dass du dich hinstellst und für dein Kind kochst? Ist es Wertschätzung? Ist dir wichtig, dass ihr nach der Schule zusammensitzt? Dann ist es vielleicht Zugehörigkeit oder Verbundenheit? Das ist ein sehr wichtiger Schritt. Pick dir auch hier das passende Bedürfnis auf unsere Liste im Blogartikel „Gewaltfreie Kommunikation“ heraus.

    4. Was ist deine Bitte an dein Kind? Vielleicht ist es dir mit deinem Bedürfnis klar geworden? Ist es, dass ihr zusammensitzt oder, dass es dein Essen nicht schlecht macht?

    2.2 So könnte ein Gewaltfreie Kommunikation-Satz mit deinem Kind aussehen:

    “Ich habe beobachtet, dass du in dein Zimmer gerannt bist, als ich dir gesagt habe, was es zu essen gibt. Das macht mich traurig, weil mir Wertschätzung wichtig ist. Könntest du bitte kommen, damit wir besprechen, wie wir nächstes Mal entspannt zusammen Mittagessen können?”

    So oder so ähnlich könnte ein Satz aus der Gewaltfreien Kommunikation aussehen.
    Wichtig an dem ganzen Prozedere ist, dass du dir bewusst wirst, was bei dir innerlich abläuft.

    Gewaltfreie Kommunikation ist sozusagen eine Innenschau, sie richtet den Scheinwerfer weg von deinem Kind auf dich. Sobald du dir bewusst über dein Gefühl und Bedürfnis bist, kannst du ganz anders kommunizieren.

    Vielleicht hast du auch schon gemerkt, dass der Satz recht abstrakt auf Kinder – je nach Alter – wirken könnte. Darum sehe ich die Gewaltfreie Kommunikation in ihrer Reinform mit Kindern kritisch.

    Im Folgenden erzähle ich dir mehr darüber.

    3. Wann funktioniert Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern nicht?

    3.1 Pseudobitten

    Eine wichtige Grundvoraussetzung der Gewaltfreie Kommunikation ist, dass wir unser Gegenüber nicht zu etwas zwingen möchten, dass wir ihm die freie Entscheidung überlassen, ob er/sie unserer Bitte entspricht oder nicht.

    In der Erziehung geht das nicht immer. 
    Wir tragen die Verantwortung für unser Kind. Manche Dinge sind keine Bitte, sondern eine Handlungsaufforderung.

    Beispiel: Unser Kind haut ein anderes Kind. Da macht höchstens ein Teil von Gewaltfreie Kommunikation Sinn.
    Ich kann beispielsweise fragen: “Fühlst du dich wütend, weil der andere mit deinen Spielsachen spielt? Verstehe ich! Aber Hauen ist nicht ok. Bitte mach das nicht mehr!”

    In dem Fall ist es keine offene Bitte, über die das Kind entscheiden kann, wie es damit umgeht. Es ist eine klare Handlungsaufforderung von mir als verantwortlicher Person.

    Ich sehe da einen wichtigen Unterschied. Kinder brauchen Klarheit. Hier sind die vier Schritte schlicht nicht hilfreich, weil ich als Elternteil Verantwortung übernehmen muss und meinem Kind nicht die Verantwortung überlassen kann.

    Ein weiteres Beispiel: Ich möchte zu einer Hochzeit fahren. Eines meiner Kinder ist noch im Schlafanzug und möchte sich nicht anziehen.

    Hier Gewaltfreie Kommunikation anzuwenden, sich an den vier Schritten entlanghangeln, ist aus meinen Augen unfair dem Kind gegenüber. Wir machen dadurch den Anschein, dass Kind hätte eine Wahl. Aber nein. Hat es nicht. Es soll sich anziehen.

    Darum sage ich hier: “Kind, zieh dich jetzt bitte an. Wir werden in 10 Minuten hier wegfahren, damit wir pünktlich bei der Hochzeit sind.”
    Du siehst, ich gebe schon eine Begründung, aber bin unmissverständlich mit meiner Aussage.

    Kurz zusammengefasst:
    Wir tragen die Verantwortung für unser Kind und legen gewisse Grenzen fest. Wenn es an diese Grenzen geht, dann gibt es bei mir kein Gewaltfreie Kommunikation, sondern klare Aussagen. Das heißt noch lange nicht, dass ich dann gewaltvoll kommuniziere. Hier ist es wichtig, dass du deinen authentischen Weg findest, der zu dir und deiner Familie passt.

    3.2 Überforderung kleiner Kinder

    Vielleicht hast du im oberen Beispiel mit dem Mittagessen gemerkt, wie viel die Gewaltfreie Kommunikation voraussetzt.

    Wir müssen in der Lage sein:
    1. uns zu reflektieren,
    2. unsere Bedürfnisse und Gefühle erkennen,
    3. die „richtigen“ gewaltfreien Worte finden und aussprechen

    Der vier Schritteprozess der Gewaltfreie Kommunikation ist ein komplexer Prozess.

    Wir erleben bei Glücksheldin, dass sich Eltern heute wahnsinnig viel reflektieren, Wissen anlesen und perfekt anwenden möchten.
    Hier ist Achtung geboten: Gewaltfreie Kommunikation sollte kein mechanisch ausgeführter Plan sein.

    Beispiel: Stell dir vor, dein dreijähriger Sohn wirft sich im Supermarkt brüllend auf den Boden, weil er den Kaugummi an der Kasse nicht bekommt.

    Du wendest Gewaltfreie Kommunikation an: „Hugo, ich beobachte, dass du brüllend auf dem Boden liegst. Ich bin verzweifelt, weil mein Bedürfnis Akzeptanz bei den Umstehenden ist. Könntest du bitte aufstehen und ruhig mit mir durch die Kasse gehen zum Auto?”

    Du merkst vielleicht schon beim Lesen, dass da etwas nicht ganz passt. Wie sollte ein dreijähriges Kind diese Sätze in dem Moment der Wut verstehen und daraus für sich etwas ableiten?

    Lass uns noch eine vierte Voraussetzung hinzufügen:

    1. uns zu reflektieren,
    2. unsere Bedürfnisse und Gefühle erkennen,
    3. die „richtigen“ gewaltfreien Worte finden und aussprechen
    4. Dein Kind muss das richtige Alter für Gewaltfreie Kommunikation haben.

    4. Wie kannst du Gewaltfreie Kommunikation mit deinem Kind authentisch anwenden?

    4.1 Pick dir Elemente heraus!

    Seit 2007 wende ich Gewaltfreie Kommunikation an und handhabe es mit meinen Kindern wie folgt:

    Ich entnehme je nach Alter und Begebenheit (Zeitdruck, Frustration etc.) einzelne Bausteine.

    Manchmal spiegle ich auch nur die Gefühle und sage sonst nichts. 

    Beispiel: Mein Kind kommt frustriert mit einer schlechten Note nach Hause.

    Dann sage ich: „Bist du gerade frustriert wegen der schlechten Note?“

    Ich warte ab, was mein Kind sagt und wenn es bejaht, dann sage ich: „Das verstehe ich!“

    Wenn es dann passend ist, frage ich: „Was brauchst du, damit du dich besser fühlst?“

    4.2 Gewaltfreie Kommunikation beginnt im Kopf

    Für mich ist Gewaltfreie Kommunikation nicht immer das, was ich auch ausspreche. Oft gehe ich die vier Schritte im Kopf durch und allein dadurch werde ich meinen Kindern gegenüber ruhiger und verständnisvoller.

    Ein Beispiel: Neulich hatte ich unser Wohnzimmer komplett aufgeräumt und geputzt. Ich war so froh, dass es endlich mal wieder sauber war, weil wir davor alle zwei Wochen lang krank waren und nichts gemacht wurde im Haushalt.

    Als ich zwei Stunden später vom Einkaufen zurückkomme, ist das Wohnzimmer wieder im Chaos versunken. Das heißt der Esstisch liegt voller Bastelsachen, die Legobox ist ausgeleert und meine drei Kinder spielen.

    Es kam sofort eine Wut in mir hoch: „Können die nicht mal auf mich Rücksicht nehmen? Jetzt hab ich mit Mühe aufgeräumt und sie haben schon wieder alles verwüstet.“

    Dann hole ich mir im Kopf die Gewaltfreie Kommunikation Schritte ins Bewusstsein:

    1. Was beobachte ich? Friedlich spielende Kinder im Wohnzimmer
    2. Was fühle ich? Ärger und Wut, weil ich vor ein paar Stunden alles mühevoll aufgeräumt habe.
      Was brauche ich? Ordnung. Mir ist es gerade jetzt wichtig, alles ordentlich im Wohnbereich zu haben.
    3. Kann ich hier eine Gewaltfreie Kommunikation-Bitte formulieren oder nicht? Nein, es wird eine Ansage werden. Ich will, dass es aufgeräumt ist.

    Mir hilft das innerliche Durchgehen hier sehr. Meine Wut sinkt und ich kann ruhiger mit den Kindern sprechen. Ich entnehme dann Teile aus Gewaltfreie Kommunikation und kombiniere sie mit einer Ansage:

    „Kinder, jetzt ist das Wohnzimmer sehr voll mit Spielsachen. Ich bin gerade frustriert, weil ich vorhin alles aufgeräumt hatte. Bitte räumt danach wieder auf!“

    4.3 Mein Bedürfnis als Elternteil hat Vorrang

    Früher hätte ich versucht, zu jeder Zeit die Bedürfnisse meiner Kinder zu befriedigen, bevor ich zum Zug komme. Das mache ich nicht mehr.

    Olivia

    Eines habe ich nicht nur durch Gewaltfreie Kommunikation, sondern auch durch meine Erfahrung als Mutter, meine Erfahrung mit viel Stress und negativen Folgen gelernt:

    Meine Bedürfnisse haben Vorrang.
    Wenn ich kraftlos in der Küche vor meinen Kindern stehe, sage ich das meinen Kindern.

    Ich sage: „Hört mal zu, ich bin gerade erschöpft und brauche Ruhe. Ich lege mich auf die Couch und danach essen wir, ok?“

    Wenn ich nach Hause komme, mit meinen Kindern und riesigen Hunger habe, beiße ich als Erste in die Semmel und mache anschließend das Essen für meine Kinder.

    Vielleicht wirkt das egoistisch, doch das hat aus meiner Sicht damit nichts zu tun.

    Ich finde immer wieder das Beispiel mit der Sauerstoffmaske im Flugzeug sehr passend. Wir setzen uns als Eltern die Maske auf und danach erst unseren Kindern. Andersherum funktioniert es nicht, weil wir dann evtl. ohnmächtig werden, bevor wir unserem Kind helfen können.
    Ergibt Sinn, oder?

    Mein Tipp: Kommuniziere deine Bedürfnisse als Mutter. So verstehen deine Kinder, dass du auch Bedürfnisse hast, entwickeln Empathie und lernen an deinem Vorbild auch auf ihre Bedürfnisse zu achten. 

    Und wenn du nachhaltig deinen eigenen Stress senken möchtest, ist unser 8-Wochenprogramm „Stressbewältigung für Mütter“ etwas für dich. Es wird von den deutschen Krankenkassen bezuschusst.

    5. Gewaltfreie Kommunikation - Übungen Kinder

    Folgende Übungen können dir helfen, eine wertschätzende Kommunikation mit deinem Kind zu entwickeln.

    5.1 Worte finden

    Schreibe mit deinem Kind zusammen ganz viele Gefühle auf verschiedene Karten und besprich mit deinem Kind, wann es sich so fühlt.
    Ihr könnt diese Karten anschließend griffbereit liegenlassen und immer dann hervorholen, wenn ihr sie braucht.

    5.2 Sinnes-Reise

    Mach es dir mit deinem Kind gemütlich. Jetzt macht beide Folgendes
    …Augen schließen und darauf zu achten, was ihr hört.
    …Augen wieder öffnen und darauf achten, welche blauen Dinge ihr in eurer Umgebung seht. Das könnt ihr mit allen Farben machen.
    …die Hand auf sein Herz zu legen und zu fühlen, was ihr innerlich spürt. Wie geht es euch jetzt gerade?
    … zum Schluss legt die Hand auf den Bauch und spürt in euch hinein, was ihr gerade braucht.

    5.3 Fantasiereise

    Eine Grundvoraussetzung gewaltfrei zu kommunizieren ist Entspannung, denn nur so finden wir die richtigen Worte. Nutze für die gezielte Entspannung deines Kindes unsere beliebten Fantasiereisen!

    5.4 Im akuten Stressfall

    Wenn dein Kind gerade entweder außer sich vor Wut oder in sich gekehrt vor Trauer ist, setze oder stelle dich vor dein Kind hin. Manche Kinder möchten gerne berührt werden, manche nicht. Kommt auch auf den Moment an.

    Nimm also evtl. die Arme oder Hände deines Kindes und versuche Blickkontakt aufzunehmen.
    Frag jetzt: „Fühlst du dich ….. (das Gefühl, das du vermutest)?“
    Das kann an der Stelle auch schon alles sein.
    Wenn du merkst, dass sich dein Kind öffnet, frage daraufhin: „Was brauchst du, dass es dir besser geht?“

    Ich mache diese Übung mit meiner zehnjährigen Tochter, die wütend auf sich ist, weil sie etwas vergessen hat, aber auch mit meinem vierjährigen Sohn, der nicht in den Kindergarten will. Die Antworten auf meine „Was brauchst du, dass du…?“ haben mich schon regelmäßig verblüfft.

    Fazit: Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern

    Wenn wir unsere Gefühle und Bedürfnisse verstanden haben und diese auch benennen können, dann wird es auch mit unseren Kindern kommunikationstechnisch besser funktionieren!

    Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern kann funktionieren, aber meines Erachtens nur dann, wenn du dich nicht sklavisch an die vier Schritte hältst, sondern selbst ein Gefühl für die Sprache entwickelst, die bei euch situationsabhängig gut passt.

    Das Wichtigste ist, dass Gewaltfreie Kommunikation dir ermöglicht dich und deine Gefühle und Bedürfnisse zu reflektieren (das musst du dann natürlich nicht Gewaltfreie Kommunikation nennen) und dir klarer zu werden, was hinter deinem Frust und Ärger steckt.

    Dieses Vorgehen liegt auch der bedürfnisorientierten Erziehung zugrunde und macht klar, dass diese bei uns Eltern anfängt.
    Wenn wir unsere Gefühle und Bedürfnisse verstanden haben und diese auch benennen können, dann wird es auch mit unseren Kindern kommunikationstechnisch besser funktionieren!

    Tipp: Wenn dich etwas nervt oder ärgert, frag dich, was steckt da dahinter. Welches Bedürfnis wird dadurch gekränkt?

    Wenn du selbst merkst, dass du am Ende deiner Kräfte bist und dir nicht vorstellen kannst, wie du Energie für Gewaltfreie Kommunikation oder sonst etwas aufwenden solltest, ist unser Krankenkassen-zertifiziertes Programm etwas für dich. Wir haben einen perfekt auf den Mama-Alltag abgestimmten 8-Wochenkurs entwickelt, der dir nachhaltig helfen wird, die Mama für deine Kinder zu werden, die du sein möchtest.

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