Positive Psychologie

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    1. Positive Psychologie: Was ist das?

    Bist du eigentlich zufrieden? Fühlst du dich gerade wohl mit deinem Leben?
    Was bedeutet es für dich, glücklich zu sein und was braucht es dafür?

    Positive Psychologie will hier Antworten geben. Sie ist die Wissenschaft des gelingenden Lebens. Es wird hier also wissenschaftlich untersucht und nachgewiesen, was uns Menschen glücklich und zufrieden macht. Sie bietet dir also Ansatzpunkte, um in deinem Leben zufriedener zu werden.

    Traditionell war die psychologische Forschung bis in die 90er Jahre eher defizitorientiert. Es ging um psychische Krankheiten und wie sie zu lösen sind. Die Frage hierbei war: Was macht uns krank oder unglücklich?
    Erst ab den späten 90er Jahren gab es deutlichere Strömungen in Richtung der Erforschung des gelingenden Lebens. Die Frage ist: Was macht uns glücklich?

    Wichtig – das ist eine der zentralen Botschaften: Abwesenheit von Unglück ist nicht automatisch Glück. Manchmal ist eigentlich alles gut, man ist aber trotzdem nicht glücklich.
    Deshalb ist es so wichtig, etwas ganz bewusst für dein Glück zu tun (und nicht nur gegen das Unglück).

    Hier kannst du dir unsere Podcast-Episode zur “Positive Psychologie?” anhören!

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    2. Positive Psychologie: Was ist das PERMA-Modell?

    Bekannter Vertreter der PP ist der Psychologe Martin Seligmann. Von ihm stammt auch das sogenannte PERMA-Modell, das er aufgrund seiner Forschungen entwickelt hat. Es zeigt, welche Faktoren, für ein zufriedenes Leben besonders wichtig sind.

    Wir gehen die einzelnen Bestandteile einmal durch und ich gebe dir jeweils ein paar Fragen oder Übungsschritte dazu mit, die du sofort selbst umsetzen kannst.

    P für Positive Emotionen

    Was sind eigentlich positive Emotionen, die du kennst?

    Schreibe sie dir auf.
    Wie oft erlebst du diese in deinem Alltag? Bei welchen Tätigkeiten?

    Beispiele für positive Emotionen sind: Freude, Dankbarkeit, Zufriedenheit, Interesse, Hoffnung, Stolz, Vergnügen, Inspiration, Ehrfurcht, Liebe.

    Was dazu interessant ist: Bei den positiven Gefühlen kommt es eher darauf an, sie regelmäßig und vielleicht sogar häufig zu spüren, als dass sie total stark und intensiv sind. Du brauchst also nicht vor Freude jubeln, sondern es ist sogar besser fürs Wohlbefinden, wenn du dich ganz regelmäßig an den kleinen Dingen im Alltag erfreuen kannst. So werden konstant und nachhaltig Wege im Gehirn gebahnt und neue Verknüpfungen geschaffen, die dafür sorgen, dass wir zufriedener sind.

    E für Engagement (deutsch: Stärken einsetzen)

    Hier geht es um die Fragen: Was sind denn deine Stärken?
    Wie kannst du sie in deinem Alltag einsetzen?

    Übrigens: Wenn du sie gut einsetzen kannst, kannst du in einen Flow-Moment kommen.
    Denk an eine Situation, in der du etwas supergut gemacht hast und schreibe die Situation auf.

    Dann schau dir diese an und überlege dir, welche Charakterstärken hierbei deutlich werden. Wenn du dich schwertust, überhaupt Stärken zu finden, dann kannst du auch diesen kostenfreien Charakterstärkentest nutzen.

    R: Relationships (deutsch: soziale Beziehungen)

    Habe ich positive Beziehungen? Wie viel Prozent meines Tages erlebe ich diese? Mit welchen Menschen gehe ich beschwingt aus einem Gespräch heraus?

    Die Harvard Study of Adult Development ist eine der am längsten andauernden Studien, die es gibt. 75 Jahre lang wurde eine Gruppe von Menschen immer wieder zu bestimmten Themen per Fragebogen oder persönlich befragt. Die Gruppe wurde mit den Jahren kleiner, jedoch gibt es trotzdem zehntausende Seiten, Fragebögen und Ergebnisse zu der Frage, was uns glücklich macht.

    Was ist das Hauptergebnis dieser Studie?
    Gute Beziehungen machen uns glücklicher. Dabei ist nicht wichtig, wie viele Freunde oder Kontakte du hast. Es geht um die Qualität dieser Beziehungen. In der Studie waren die Menschen, die mit 50 Jahren am zufriedensten mit ihren sozialen Beziehungen waren, die gesündesten 80-jährigen. Gute Beziehungen schützen uns körperlich und geistig.

    Überlege doch einmal, wie das bei dir ist. Umgibst du dich mit Menschen, die dir guttun? Könntest du hier noch etwas verändern? Was wäre ein erster Schritt?

    M: Meaning (deutsch: Sinnerleben)

    DER eine Sinn des Lebens ist schwer zu finden. Bei diesem Punkt geht es darum, den Dingen, die wir tagtäglich tun, einen Sinn zu geben. Und uns zu hinterfragen, welche Dinge, die wir ständig tun, überhaupt keinen Sinn für uns machen.
    Nimm dir Zeit und stelle dir diese Fragen:
    Was gibt mir Sinn? Was gibt meinem Leben Sinn? Was möchte ich beitragen?

    Und falls dir das schwerfällt, mach ein kleines Gedankenspiel: Wenn du eine Oma mit 85 Jahren bist und viele Enkelkinder hast: Was sollen deine Enkelkinder sagen, was sie von dir übernehmen möchten?
    Tausche dich dazu auch gerne mit einer Freundin/deinem Partner aus.

    A: Achievements (deutsch: Wirksamkeit, Ziele)

    Dir Ziele zu setzen und zu erreichen, stärkt deine Selbstwirksamkeit und dein Selbstbewusstsein. Hier ist es aus unserer Sicht absolut wichtig, in Babysteps zu denken. Große Ziele oder Visionen sind gut, wir müssen jedoch nicht alles auf einmal schaffen. Auch ein Mini-Erfolg sollte gefeiert werden. Jeder kleine Schritt zeigt, dass du etwas bewirken kannst.

    Frage dich: Was möchte ich erleben? Wie möchte ich leben? Was möchte ich beitragen?

    Was ist der erste Babystep auf dem Weg zu diesen Dingen, die zu meinem Wohlbefinden beitragen werden?

    3. Positive Psychologie: Wie kann ich sie im Alltag nutzen?

    Neben den Reflexionsfragen und Übungen zum PERMA-Modell sind noch ein paar Ideen für dich, mit denen du die Positive Psychologie in deinem Alltag nutzen und dich selbst glücklicher machen kannst:

    Positive Gespräche führen

    Setze beim nächsten Gespräch den Fokus auf eine positive Gesprächsführung. Gib zum Beispiel deinem Gegenüber positives Feedback oder ein Kompliment und schau einfach, wie sich das Gespräch dann entwickelt.

    Dankesbrief schreiben

    Überlege dir: Wer hat einen positiven Einfluss auf euer Leben?
    Wähle eine Person aus.
    Schreibe dir nun auf: Warum bin ich ganz konkret für die Person dankbar?
    Schicke der Person eine Nachricht mit diesen Punkten per Brief/Email/Nachricht/Whatsapp.
    Dies tut nicht nur der anderen Person gut, sondern auch dir!

    Aus der Komfortzone herausgehen

    Tu auch mal etwas, dass dich aus deiner Komfortzone heraus bringt.

    Beispiel: Als ich zusammen mit Olivia das Podcasten angefangen habe, war das sehr außerhalb meiner Komfortzone. Inzwischen bin ich gelassener damit, habe Selbstvertrauen gewonnen, dass ich das gut mache. Dadurch bin ich automatisch ein Stück zufriedener.

    Nutze einen oder mehrere dieser drei Punkte und mache auch gerne die Übungen zum PERMA-Modell. Schritt für Schritt. Nimm dir Zeit und probiere dich gerne aus. Du weißt am besten, was gut für dich ist!

    4. Positive Psychologie: Kritische Betrachtung

    Die Positive Psychologie kann den Anschein erwecken, dass es total easy ist einfach mal zufrieden zu sein. Wir, Kathi und Olivia von Glücksheldin, wissen aus eigener Erfahrung, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Es ist in vielen Fällen nicht “einfach so” möglich. Besonders wenn die eigene Energie niedrig ist, wir ausgepowert oder gar ausgebrannt sind. Das Leben ist oft nicht die Blumenwiese, die wir uns wünschen würden.

    Auch dann können die genannten Methoden helfen. Sie können jedoch auch dazu führen, dass du noch frustrierter wirst, weil das auch nicht funktioniert.

    Höre in dich hinein, ob die Übungen und Methoden jetzt gerade für dich passen oder ob es vielleicht ein ganz anderes Bedürfnis gibt, das erst gestillt werden möchte. Manchmal ist es einfach Schlaf oder Ruhe.

    Wir haben ein 8-wöchiges Programm speziell für Mütter entwickelt, um deinen Stress nachhaltig abzubauen und mehr Zufriedenheit und Gelassenheit in dein Leben zu holen. Schau gleich vorbei beim 8-Wochen-Kurs “Stressbewältigung für Mütter”.

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    Kathi und Olivia