Werde die gelassene Mama, die du sein möchtest! 🌸 5-Tageskurs vom 17.–21.10.2025 

Suche
Suche
Mutter mit Mental Load im Familienalltag

Mental Load bei Müttern: warum mehr Organisation nicht die Lösung ist

Inhalt (ausklappbar)
    Fügen Sie eine Überschrift hinzu, um mit der Erstellung des Inhaltsverzeichnisses zu beginnen

    Ich erinnere mich noch genau an die Szene. Mein Mann und ich auf dem Heimweg vom Starnberger See, die Kinder klein auf der Rückbank. Ich hatte gerade ein Buch über Mental Load zu Ende gelesen, habe es zugeklappt, ausgeatmet und gesagt: „Lies das mal. Jetzt weiß ich, warum ich mich so oft so schlecht fühle. Weil ich hier das Allermeiste trage.

    Was dann kam, war kein Gespräch. Es war ein Riesenstreit. Denn wenn ich alles trage, muss ja jemand da sein, der zu wenig tut. Und dieser jemand saß neben mir am Steuer.

    Mental Load ist real. Aber das eigentliche Problem ist nicht, wer wie viel trägt.

    Genau darüber schreibe ich hier. Nicht darüber, wie du die Aufgaben gerechter verteilst. Sondern darüber, warum du sie so schwer abgeben kannst und was den Druck wirklich löst.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Podigee. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen '
    '

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Mehr Informationen

    Was ist Mental Load?

    Mental Load ist die unsichtbare Denkarbeit, die in einer Familie anfällt. Nicht das Kochen selbst, sondern das ständige Mitdenken: Wer braucht wann was, ist noch genug Milch da, wann ist der nächste Termin, wer bringt das Geschenk für den Kindergeburtstag mit. Diese Last liegt in den meisten Familien bei den Müttern, egal wie viel sie nebenbei im Beruf verantworten.

    Kurz: Mental Load ist die Denkarbeit, die niemand sieht. Und genau weil sie unsichtbar ist, sieht sie niemand. Nicht mal du selbst.

    Beispiele für Mental Load: die Wickeltasche und der Zahnarzt

    Eine Kundin hat mir das hier erzählt: Sie schickt ihren Mann mit dem Kind zum Arzt, gibt ihm die Karte mit, sagt ihm die Uhrzeit, und wuppt zu Hause schnell den Haushalt. Mitten beim Staubsaugen klingelt das Handy. Er: „Schatz, wir haben gar keinen Termin.“ Sie: „Doch, ganz sicher, beim Zahnarzt in der Straße.“ Er: „Ach so, Zahnarzt. Wir sind beim Kinderarzt.“

    Kennst du das? Selbst wenn du abgibst, trägst du noch die Regie im Kopf.

    Bei mir war es die Wickeltasche. Ich habe sie gepackt, meinem Mann ein perfektes Briefing hinterhergerufen, was wann zu tun ist, bitte eincremen, bitte dies, bitte das. Abgeben und trotzdem alles kontrollieren. Das ist Mental Load.

    Mental Load Symptome: wenn das Fass überläuft

    Mental Load zeigt sich körperlich, lange bevor du ihn benennen kannst. Du schläfst schlecht, obwohl du erschöpft bist. Du bist gereizt und weißt nicht genau warum. Du kommst nie wirklich zur Ruhe, weil im Kopf immer noch eine Liste läuft. Und irgendwann kippt es in Erschöpfung, die dem Mama-Burnout gefährlich nahekommt.

    Und irgendwann läuft das Fass über. Dein Nervensystem ist so gebaut: Wenn dauerhaft zu viel ist, schaltet es in einen Schutzmodus. Manchmal ist das Rückzug, manchmal ist das der Kampfmodus. Und dann wirst du laut, obwohl du es nicht willst.

    Das ist kein Charakterfehler. Das ist ein System im Alarm.

    Olivia Hornsmann – Glücksheldin SOS Guide
    Kostenlos · SOS-Guide für Mütter, die ihr Kind anschreien — obwohl sie es nicht wollen

    Du nimmst dir vor, ruhig zu bleiben.
    Und wirst trotzdem laut.

    Die Bindung zu deinem Kind ist belastbarer, als du gerade glaubst. Und trotzdem: Dein Kind spürt auch deine Daueranspannung. Hol dir den kostenlosen SOS Guide und versteh, was wirklich dahintersteckt.

    Ja, ich möchte verstehen, warum das passiert →

    Warum mehr Organisation den Mental Load nicht reduziert

    Die meisten Tipps zum Mental Load drehen sich um Verteilung. Wer macht was, wie teilt man gerechter auf, welche App hilft. Ich habe das jahrelang selbst versucht. An meinem Mann gezogen, ihm Bücher gegeben, über die unaufgeräumte Küche gestritten. Es hat mich Energie gekostet und wenig verändert.

    Denn die eigentliche Frage ist nicht, wer die Wickeltasche packt. Die Frage ist: Warum fällt es uns Müttern so schwer, Verantwortung wirklich abzugeben?

    Darum geht es in den nächsten drei Punkten.

    3 Wahrheiten über Mental Load, die kaum jemand ausspricht

    Wahrheit 1: Wir halten fest, weil wir Angst haben, schuld zu sein

    Wir geben nicht ab, weil tief drin die Angst sitzt, am Ende schuld zu sein. Bekommt das Kind einen Sonnenbrand, war die Mutter dran. Mein Sohn kam mal mit einem Zettel der Lehrerin heim: mehr Brotzeit mitgeben. Adressiert an die Mama. Also hatte ich es verkackt.

    Diese Schuld ist uralt. Meine Mutter stand neulich in meiner Küche und sagte: „Mutig, dass es hier so unordentlich ist. Ich habe noch gelernt: Wenn du nicht alles in Ordnung hältst, ist der Mann weg.“ Das steckt nicht in deinem Kopf. Das steckt in deinem Nervensystem.

    Wir tragen so viel Verantwortung, weil wir Angst haben, sonst die Schuldigen zu sein.

    Und diese Schuld dürfen wir ablegen wie ein altes Kleid, das nicht mehr passt. Das neue Kleid ist würdevoll. Es sagt: Ich bin wertvoll, ohne etwas zu leisten. Ich darf Fehler machen und bin trotzdem gut.

    Wahrheit 2: Die Tipp-Industrie macht Selbstregulation zum nächsten Projekt

    „Diese drei Sätze darfst du nie zu deinem Kind sagen.“ „Lern endlich, dich zu regulieren, dann bist du immer geduldig.“ Solche Tipps geben dir ein neues Projekt, in dem du perfekt sein musst. Und die Mütter, die zu mir kommen, sind ohnehin schon extrem verantwortungsvoll. Sie machen sich Selbstregulation zur nächsten Baustelle.

    Selbstregulation ist aber kein Projekt. Sie bedeutet, bei dir anzukommen und dich im Alltag wieder zu spüren. Wenn du in der Schuldschleife bist, liest du jeden Ratgeber nur noch danach ab, was du falsch machst. Und handelst aus Schuld statt aus Inspiration.

    Jeder Tipp, den du aus Schuld befolgst, macht den Mental Load größer, nicht kleiner.

    Wahrheit 3: Aus der Betroffenheit heraus verändert sich nichts

    Die Haltung „die anderen sind schuld, ich trage alles, mein Mann macht nichts, die Gesellschaft ist nicht so weit“ versetzt uns in Betroffenheit. Da darfst du sein, kurz, das ist sogar ein Resilienzfaktor. Aber aus der Betroffenheit heraus wächst nichts außer Frust.

    Verändern kannst du erst aus der Gestalterrolle. Aus der Frage: Was kann ich jetzt ändern? Ich kann jeden Abend meinen Mann anschreien, weil die Küche nicht so aussieht, wie ich will. Kann ich machen. Es kostet mich nur genau die Energie, die ich brauche, um wirklich etwas zu lösen.

    Mental Load reduzieren: 2 Fragen, die an der Wurzel ansetzen

    Wie kommst du in die Gestalterrolle? Über zwei Fragen. Nimm dir Zettel und Stift.

    Erste Frage: Was kostet dich im Alltag am meisten Energie? Das, wo dir schon beim Gedanken die Schultern runterfallen.

    Zweite Frage: Was hält dich gerade davon ab, diese Aufgabe abzugeben? Wenn da kommt „weil er das nicht kann“, ist das meistens noch nicht der Kern. Dein Partner kann lernen. Er wird es nie so machen wie du, und das ist okay. Der wahre Grund ist fast immer: „Weil ich Angst habe, was passiert, wenn ich loslasse.“

    Damit kannst du arbeiten. Heute gehe ich für mich los, ohne Streit über die Küche, ohne an meinem Mann zu ziehen. Und trotzdem verändere ich etwas, das meine Töchter sehen und weitertragen.

    Fazit: Mental Load bewältigen heißt loslassen lernen

    Viele Mütter lassen den Mental Load nicht los, weil sie Angst haben, was dann passiert. Angst, schuld zu sein. Die Antwort darauf ist nicht noch mehr Kontrolle. Erst recht nicht über etwas, worüber du keine reale Kontrolle hast, die ganze Gesellschaft.

    Der erste Schritt ist klein: dich fragen, was du loslassen kannst und was du dafür brauchst.

    Wenn du merkst, dass du nicht mehr weißt, wer du bist außer Mutter, dann ist das genau der Punkt, an dem mein Glücksheldin-Programm ansetzt. Da geht es nur um dich als Mama und um eine neue Haltung im Umgang mit allem, was von außen auf dich einprasselt. 

    Suche